Gewohnheiten ändern, aber wie? -Tipps und Tricks

change

Hallo,

heute möchte ich mit euch über das Thema Gewohnheiten sprechen. Jeder von uns hat Gute und Schlechte und meist sind es ja die Schlechten, die wir gerne ändern möchten, aber nur wie? Ich möchte euch hier ein paar Tipps geben und euch von meinen Erfahrungen erzählen.

Wie gesagt, auch ich habe Angewohnheiten, die ich lieber heute als morgen los werden möchte. Leider geht das nur nicht so schnell, wie man es gerne hätte. Anderseits muss man auch bedenken, dass man sich die ein oder andere Gewohnheit über Jahre, Jahrzehnte an trainiert hat und es nun etwas dauert unser Hirn wieder neu zu programmieren. Macht Sinn, oder?

Gewohnheiten sind relativ einfach gestrickt. Das ist ein Vorteil, denn wir müssen nicht über grundlegende Verhaltensweisen nachdenken, etwa über das Gehen. Dafür steht uns mehr mentale Energie zur Verfügung, um anderes zu tun. So können wir uns auch in Stresssituationen darauf verlassen, dass wir das Zähneputzen nicht vergessen oder den Weg zur Arbeit finden. Gewohnheiten navigieren uns durchs Leben. Ohne sie wäre unser Gehirn überfordert von den Details des Alltags. Aber genau dieser Trick des Energiesparens macht es uns auch so schwer, unser Verhalten zu ändern. Denn diese Steuerung liegt in einem Bereich des Gehirns, den wir  nicht bewusst kontrollieren. Erst nach vielen Wiederholungen wird der Ablauf zur Gewohnheit. Wenn wir die Erfahrung machen, dass ein bestimmtes Verhalten zu einer Belohnung führt, wiederholen wir es möglichst oft. Der Trick ist, dass das Gehirn das, was es kennt, irgendwann verstärkt: Es schüttet Botenstoffe aus, durch die wir uns besonders wohlfühlen.

Ich kenne das, wenn es um Süßes geht, wenn ich erst mal damit anfange, dann kann ich nur schwer damit aufhören, denn irgendwie ist das für mein Hirn wie eine Belohnung und das muss natürlich stetig wiederholt werden. Wenn ich dann mal auf Zucker verzichte, braucht es immer ein paar Tage, bis ich nicht mehr das Verlangen spüre, denn das Hirn schreit nach Belohnung. Kennt ihr das auch?

Wenn wir alte Gewohnheiten loswerden wollen, funktioniert das am besten, indem wir sie durch neue Gewohnheiten überlagern. Dazu muss ein neues Verhalten mit dem alten Auslöser verknüpft werden und möglichst gut das gleiche Bedürfnis erfüllen, das bisher mit der alten Gewohnheit befriedigt wurde. Wichtig ist also, dass wir uns unserer Verhaltensmuster bewusst werden. Was tun wir wann und warum? Wenn wir das erkennen,  können wir aktiv eingreifen und unser Verhalten verändern.

Wenn ich weiß, warum ich immer erst was essen muss, wenn unangenehme Aufgaben anstehen, dann kann ich mich genau in so einer Situation bewußt entscheiden, diesmal was anderes zu tun. Vielleicht einen Spaziergang an der frischen Luft, oder statt Schokolade einen Apfel essen etc. Wir müssen uns bewusst für das andere Verhalten entscheiden. Das ist mit das Schwierigste, wenn wir eine neue Gewohnheit etablieren möchten. Glaubt mir, ich weiß wovon ich rede, wie oft habe ich schon versucht mehr Sport zu machen oder auf Weizen / Kohlehydrate zu verzichten…ziemlich oft. Das ist wirklich harte Arbeit und da ich schon immer gerne Pizza und Co. gegessen habe, war diese Art der Umstellung bestimmt nicht leicht. Jetzt bin ich soweit, das Weizen oder auch Kohlehydrate nicht mehr täglich zu jeder Mahlzeit auf dem Teller landen und auch Sport ist wesentlich mehr in meinem Leben als noch vor zwei Jahren. Es dauert halt, bis Gewohnheiten umgestellt sind, aber die Ausdauer lohnt sich. Je länger man dranbleibt, umso größer ist die Wahrscheinlichkeit es zu schaffen. Immerhin will ich was ändern, was ich mir über mehrere Jahrzehnte an trainiert habe.

Im Durchschnitt brauchen wir 66 Tage, um ein neues Verhalten zu lernen. Mal ist es mehr, mal weniger. Natürlich kommt es auf die Art des neuen Verhaltens an. Es ist auf jeden Fall einfacher, öfter ein Glas Wasser zu trinken, als täglich fünfzig Sit-ups zu machen. Es ist also nicht leicht, ein neues Verhalten zu einer Gewohnheit zu machen, aber mit genügend Ausdauer ist es zu schaffen. Man muss nur dranbleiben – und vor allem: ANFANGEN.

Also wir wissen jetzt, dass man sein Hirn umprogrammieren kann. Das heißt, wenn wir etwas wirklich ändern wollen, ist es machbar. Man braucht einen langen Atem und eine positive Belohnung.

Ich versuche mich immer zu Fragen, warum will ich etwas ändern und ob ich es wirklich möchte, oder ob es mir nur von Aussen aufdiktiert wird. Wenn ich zur Entscheidung komme, dass ich es von ganzen Herzen will, dann starte ich und damit ist die Chance größer, das Ziel auch zu erreichen. Selbst wenn man öfter scheitert, oder fällt, dann einfach tief durchatmen und weitermachen, denn nur wer Willen und Ausdauer zeigt, kommt auch an sein persönliches Ziel und an sein Glücksgefühl!

Also nicht zu früh aufgeben…das Gute ist, wir sind nicht allein und manchmal hilft es auch, sich mit anderen zusammen zu schließen…dann kann man sich austauschen und das Durchhalten fällt leichter.

Ich wünsche euch viel Erfolg!

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.