Neue H&M-Kollektion

Am 13.November ist es wieder soweit. H&M präsentiert in ausgewählten Shops eine neue Designer Kollektion. Nach Karl Lagerfeld, Stella McCartney, Viktor & Rolf und Roberto Cavalli wird die vielen Menschen unbekannte Frau hinter Come des Carçons die diesjährige H&M-Designerkollektion entwerfen.

Wer ist diese Frau die kaum einer kennt und als sehr medienscheu gilt? Es ist Rei Kawakubo. Sie wurde am 11.Oktober 1942 geboren und führt das Label Come des Carçons mit Firmensitz in Tokio. Kawakubo studierte Kunst an der Keio-Universität in Tokio. 1967 wurde sie freie Stylistin in Tokio. Ihr Beruf und ihre Selbstständigkeit galten damals in Japan als ein Bruch mit den Traditionen des Landes. Da Kawakubo die japanische Mode der 60er und 70er Jahre sehr missfiel, begann sie im Jahr 1969 eigene Mode zu entwerfen. 1973 gründete sie ihre eigene Firma Comme des Garçons, welche sie bis heute alleine führt. 1976 eröffnete sie ihren ersten Flagshipstore in Tokio. Sie entwickelte die Shop-Philosophie des Minimalismus.

1981 zeigte Kawakubo ihre erste Frauenkollektion in Paris und eröffnete 1982 dort ihren ersten Store außerhalb Japans. Viele Designer von Marc Jocobs bis Miucci Prada lassen sich von ihrer Mode und ihren ausgefallenen Ideen inspirieren.

Warum will ein solches Multitalent für eine Low-Budget-Marke wie H&M arbeiten? Sie will herausfinden, ob auch eine breite Masse ihre Kleider akzeptiert und trägt. Die Kollektion wird aus 30 Teilen bestehen und ist von dem typischen Markenzeichen der Marke Comme des Garçons geprägt. Experimentelle Materialien, Schwarz, Weiß und Marineblau, nur durchsetzt von Punkten und pinkfarbenen Farbspritzern. Diese neue Designer-Kollektion von H&M wird sicherlich die Menschen polarisieren. Denn die Mode von Rei Kawakubo ist zwar schön, aber etwas schräg, vielleicht sogar gewöhnungsbedürftig. Gleichzeitig ist die Mode aber auch wundersam tragbar und zeitlos.

Der Japan-Look, den Kawakubo präsentiert, ist androgyn, asymmetrisch, voluminös und wird zu flachen Schuhen getragen. Man erzählt sich sogar, dass sie Mitarbeiterinnen in High Heels sofort in den nächsten Laden schickt, damit sie sich Chucks kaufen. Sie kümmert sich nicht um ihre Kritiker, die auch schon Kollektionen von ihr Quasimodo-Look genannt haben. Sie macht Jacken mit drei Ärmeln, lässt Models Pulli mit Löchern tragen, die sie ironisch als Comme des Garçons Spitze bezeichnet.

Rei Kawakubo ist halt anders als die anderen Designer und ihre Mode ist schräg und spannend zu gleich. Ich bin gespannt wie die Massen diese ausgefallenen Stücke der neuen H&M-Kollektion annehmen werden.

2 Kommentare

  1. 13. Juli 2009 / 13:32

    Soweit ich das mitbekommen habe, sind die Stücke nicht ganz so gut angekommen, wie die aus den anderen Designerkollektionen für H&M. Dieses Jahr die Mark Williamson Linie ging aber glaube ich NOCH schlechter weg. Bin schon gespannt, ob H&M im Herbst mti Jimmy Choo mal wieder für einen größeren Hype wird sorgen können. Ich denke, das kann absolut drin sein, aber man weiß ja nie, wie die Sachen im Endeffekt ankommen.

  2. 13. Juli 2009 / 16:43

    Stimmt, die Kollektion von Come des Carçons kam nicht so gut an wie die von Karl Lagerfeld oder auch Stella McCartney. Nun muss man aber auch sagen, dass Mode von Come des Carçons eine sehr ausgefallenes Design hat und eigentlich schon fast als Kunst bezeichnet werden kann. Ich denke, das war wohl für den allgemeinen H&M Kunden etwas zu viel.

    Bei Jimmy Choo sind die Erwartungen natürlich wieder sehr hoch und ich glaube bei ein paar tollen Highheels kann man nicht viel falsch machen. Was man auf den Werbefotos schon mal sehen konnte ist echt Wow!

    Also dann, warten wir mal gespannt auf 12.November 2009!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.