Liebe vertragen, Mörder jagen- und was es mit mir zu tun hat.

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Hallo Ladies,

da bin ich wieder. Vor drei Wochen hatte ich eine etwas größere OP und musste mich daher in den letzten Wochen viel ausruhen um wieder auf die Beine zu kommen. Jetzt bin ich wieder da und habe euch heute ein tolles Buch mitgebracht. „Liebe vertragen, Mörder jagen“ ein Buch von Vera Nentwich. Ich habe diesen Krimi im Rahmen der Blogparade #MörderischGut erhalten. Als Rebecca Resch mich vor ein paar Wochen gefragt hat, ob ich mitmachen möchte, habe ich natürlich sofort zugesagt…und habe es auch nicht bereut.

Wir haben von ihr einige Fragen bekommen, über die wir uns während des Lesens Gedanken machen sollten.

Im Buch geht es um Biene, eine junge Frau Anfang dreißig, die noch nicht so genau weiß was sie vom Leben möchte. Um einem guten Freund aus der Patsche zu helfen, versucht sie einen Mord in ihrem Heimatort Grefrath aufzuklären. Nicht nur Biene sucht noch den richtigen Sinn in ihrem Leben, auch andere Charaktere in diesem Buch stehen nicht so sicher mit beiden Beinen im Leben wie es auf den ersten Eindruck scheint. Es geht beim genaueren Hinschauen um Selbstliebe, Anerkennung und Zufriedenheit im Leben. Da kommt natürlich die Frage in mir auf, wie sieht es bei mir selbst mit diesen Themen aus? Dann will ich euch mal einen Einblick in mein Inneres gewähren…

Was an dir findest du mörderisch gut?

Mit dem Thema Selbstliebe beschäftige ich mich allein schon durch meinen Beruf als Coach schon sehr lange, aber auch privat ist es schon länger ein Thema für mich. Denn auch ich, wie vielleicht auch Andere, fand mich bestimmt nicht immer mörderisch gut. Ganz im Gegenteil, da gab es Phasen, da hätte ich mich am liebsten versteckt, denn ich fand mich unattraktiv und so gar nicht liebenswert.

Als ich Anfang zwanzig war begann meine erste längere Hungerkur, ich nahm viel in kurzer Zeit ab, aber mein Hirn war immer noch davon überzeugt, ich wäre zu dick. Ich aß immer weniger und schaffte es in der schlimmsten Phase, nur noch von zwei TicTac am Tag zu überleben. Keine schöne Zeit, wenn ich mit so vielen Jahren Distanz drauf schaue. Alles drehte sich ums Essen und wie ich am besten Kalorien verbrennen könnte. Es gab kein Genuß und wirklich mit jemandem darüber sprechen konnte und wollte ich damals auch nicht.

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Ich mit Anfang zwanzig. Trotz meiner zarten 45 Kilo, hat mein Kopf mir damals gesagt, ich sei zu dick!

Wie ist es dir gelungen, dich selbst so anzunehmen wie du bist?

Es hat viele Jahre gedauert, bis ich mein Selbstwertgefühl wieder gefunden habe. Oft ist es eine kleine Bemerkung von Außenstehenden und das ganze, mühsam aufgebaute Kartenhaus bricht wieder zusammen. Aber je älter ich wurde, desto mehr fühlte ich mich gefestigt. Weiß meistens (nicht immer) was ich will und vor allem habe ich angefangen mit meinen „Schwächen“ Frieden zu schließen.

„Das Glück muss entlang der Straße gefunden werden, nicht am Ende des Weges.“ (DAVID DUNN)

Diesen Satz liebe ich sehr, denn er ist so wahr. Als ich jung war, dachte ich immer, irgendwo da hinten am Ende des Weges, wenn ich dieses und jenes verändere, werde ich glücklich sein. Jetzt mit 43 Jahren kann ich sagen, das Glück begleitet einen den ganzen Lebensweg, man muss nur genau hinschauen und auch die kleinen Dinge wahrnehmen. Es ist nicht immer einfach und auch mir gelingt es nicht jeden Tag, aber immer öfter!

Heute kann ich sagen ich liebe mich selbst und ich fühle mich gesegnet. Ich habe gute Freunde , einen tollen Mann und vor allem eine  klasse Familie. Sie sind immer für mich da und meine Eltern haben mir schon häufig aus brenzligen Situationen geholfen. Ich mache einen Job der mir Spaß bringt und ich würde gerne noch viel mehr Menschen auf ihrem Weg zu mehr Selbstwertgefühl und Anerkennung begleiten. All das, ist das wahre Glück für mich!

Am Ende kann ich sagen, dass Biene und ich schon einige Parallelen haben. Ich schwanke zwar nicht zwischen zwei Männern, so wie sie, aber auch ich habe gebraucht, um herauszufinden was ich vom Leben will. Ich habe so einiges ausprobiert und auch heute würde ich nicht sagen ich bin am Endziel, sondern bin immer noch gespannt auf das, was kommt. Irgendwie bin ich auch eine Detektivin wie Biene. Ich kläre zwar keine Morde auf, aber ich helfe Menschen, sich in ihrem Leben wieder zu Recht zu finden. Das tut Biene in diesem Roman ja irgendwie auch…aber lasst euch überraschen!

facetune

Wenn euch das Buch von Vera Nentwich interessiert, dann könnt ihr es hier erwerben:Liebe vertragen, Mörder jagen

 

 

 

 

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